Auf dem Mekong von Siem Reap nach Saigon Teil 2

2. Tag, Montag, 10. Februar 2014

Handwerksstadt

Besuch einer Handwerkstadt mit Ausbildungszentrum, in der die Bildhauerei, Seidenmalerei und weitere künstlerische Handwerke gelehrt werden. Viele Eindrücke und Bilder der Stadt Angkor werden im 2. Teil des Reiseberichts beschrieben und gezeigt.

 

 

 

 

Bereits am Morgen um Punkt 10 Uhr werden wir vom Bus beim Hotel abgeholt und zu einem handwerklichen Ausbildungszentrum gefahren.

 

Aus Stein gemeißelte und aus Holz geschnitzte Figuren werden angemalt. Bei der Seidenmalerei können sich gehörlose Menschen ausbilden lassen.

 

Angehende Bildhauer meisseln aus Sandstein und Holz landestypische Figuren

 

 

 

 

 

 

  

  

  

Weitere Ausbildungsmöglichkeiten sind Schleifen von Sandstein, Malen und Seidenweberei. Oben sieht man das Bearbeiten von Kupfer.

 

  

Vor der Ausbildungsstätte öffnet sich die Sackgasse fast parkähnlich, wo sich unter einem riesigen Baum im Schatten Einheimische und Touristen zu einem Schwätzchen treffen.

 

In vielen Bauten spiegelt sich die französische Kolonialherrschaft wieder, durchmischt mit religiösen hinduistischen und buddhistischen Statuen und Symbolen.

 

 

 

 

 

Die Straßen ähneln denen in Thailand sehr. Uns fällt aber auf, dass hier in der Stadt Angkor die Straßenküchen gepflegter sind als z.B. bei uns in Bangsaphan.

 

Das Mittagessen wird uns im traditionellen kambodschanischen Restaurant „La Boutique“ serviert. Es schmeckt ausgezeichnet und der Service ist perfekt. 

 

 

 

 

 

 

 

 

Unsere zwei einheimischen Guides unterscheiden sich im Beherrschen der Deutschen Sprache und der Kenntnisse des eigenen Landes sehr deutlich.

 

 

Leider müssen wir in Kambodscha mit dem weniger perfekten vorlieb nehmen, was auf die Dauer sehr anstrengend ist. Bis man sich überlegt hat, was er eigentlich sagen will, ist er schon beim nächsten Satz und so bekommt man nicht so viel mit von dem, was er uns eigentlich mitteilen will. 

 

Wir fahren nun zum Hotel und die Neuangekommenen können einchecken und sich etwas ausruhen, denn die Zeitverschiebung und das warme Klima ist doch schön anstrengend.

 

 

 

Das Kinderspital, vom Schweizer Arzt und Cellist Beat Richner aufgebaut und unterhalten, liegt direkt neben unserem Hotel. Ein kurzer Fußmarsch und wir werden im Infozentrum erwartet. Dort wird uns ein kurzer für mich eher nichtssagender Werbefilm gezeigt und natürlich Geld gesammelt. Jeden Samstag und in der Touristen-Hochsaison zweimal in der Woche, gibt Beat Richner ein Cellokonzert um Spenden für das Kinderspital zu sammeln. Jedes Jahr werden in drei Spitälern in Kambodscha etwa 900‘000 Konsultationen wahrgenommen, die für Kinder bis 14 Jahren unentgeltlich sind.

Nachher werden die Kambodschaner nur noch gegen Vorkasse in den staatlichen Krankenhäusern behandelt, was für die ländliche Bevölkerung praktisch unmöglich ist. Wir erfahren auch, dass es zwar (unzulängliche) Schulen gibt, aber dass es schwierig auf dem Land sei, in die Schule zu kommen. Eine Schulpflicht besteht zwar grundsätzlich, aber wer keine Möglichkeit hat zu Fuß, per Fahrrad oder motorisiert in die Schule zu kommen, der bleibt ungebildet.

Gerade hier im Touristenzentrum von Angkor und Umgebung sehen sehr viele Kambodschaner keine Veranlassung, ihre Kinder in die Schule zu schicken (obwohl die vom Weg her die Möglichkeit hätten), denn Kinder erweichen die Touristen viel schneller, etwas abzukaufen, als die Erwachsenen. Unser einheimischer Guide hat uns aber ausdrücklich gebeten, den Kindern gar nichts abzukaufen, denn die sollen in die Schule gehen. Das hindert aber einige Gäste überhaupt nicht, 5 Minuten nach der Empfehlung unseres Guides den Kindern, die unseren Bus umringen, ihre angebotenen Sachen abzukaufen …

Wenn die Kinder dann die normale Schulzeit mit 14 Jahren absolviert haben, können sie eine weiterführende Schule besuchen, die aber eine monatliche Gebühr von 40 Dollar kostet, die sich die wenigsten leisten können, (das durchschnittliche Jahreseinkommen pro Kopf beträgt ca. 1000 USD) ab und zu kann eine Familie vielleicht eines von allen Kindern weiter ausbilden lassen. In der Stadt haben die Familien durchschnittlich 3 Kinder, auf dem Land 5-7 Kinder und das Durchschnittsalter der kambodschanischen Bevölkerung liegt unter 16 Jahren. Das allerdings weckt in mir auch die Hoffnung, dass wenn die alte aus roten Khmer bestehende Regierung stirbt, eine junge, sozial eingestellte Regierung das arme Land etwas entwickeln kann.

 

Zum Abendessen werden wir mit vielen Tuk Tuk‘s in ein regionales Restaurant namens „Madam Butterfly“ gefahren. Der Service ist ausgezeichnet und schmecken tut es auch, aber das Rindsteak, welches uns serviert wird, lassen viele wieder mindestens teilweise zurückgehen, weil es einfach nur zäh ist. Hanspeter ist mit der kambodschanischen Küche nicht so glücklich; viel Fisch, viel Curry – und das mit den alternativen Speisen für ihn, was die letzten zwei Reisen in Burma und Laos super funktioniert hat, klappt hier überhaupt nicht.

Da oft in der Suppe und in der Vorspeise Seafood drin ist, bleibt ihm fast nur das Gemüse und wie Hanspeter halt dann ist, dann will er auch nicht mehr und so verbringt er mehr als ein Essen rauchend vor dem Restaurant. Wohlbehalten bringt uns unser Bus wieder zum Hotel zurück, wo wir nach einem letzten Kaffee schlafen gehen.


Erstellt am: 03.03.2014 - Zuletzt aktualisiert am: 05.12.2014

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