Auf dem Mekong von Siem Reap nach Saigon Teil 1

1. Tag, Sonntag, 9. Februar 2014

Von Bang Saphan nach Siem Reap

Tagwache ist um 6 Uhr, wobei ich gerne noch länger geschlafen hätte. Wir wollen um 7 Uhr abfahren und Chris will eine Viertelstunde vorher bei uns auftauchen. Da seine Uhr aber, vor allem für Thai-Verhältnisse, sehr schnell geht, hat er 10 Minuten früher 6.45 Uhr und so komme ich wieder einmal in Stress. Schließlich schaffen wir es dann doch pünktlich abzufahren und nach einer entspannten Reise mit drei Zwischenhalten, ohne Kolonnen, Straßenbarrikaden und dergleichen erreichen wir um 12 Uhr den Flughafen.

Am Check-in-Schalter hat es keine Kolonne, es scheint als würde niemand außer uns nach Kambodscha fliegen wollen. Noch eine Zigarette vor dem Flughafen, dann einen Stock höher mit der Rolltreppe, wo sich neu die Passkontrollen und Ausreiseposten eingenistet haben. Vorerst und auch das ist neu, müssen wir durch den Security-Check. Hier dürfen wir den neuesten Scanner ausprobieren. Wir müssen in einer Kabine, die zu durchlaufen ist, die Arme hochstrecken, dann fährt ein Scanner um uns herum und zeigt außen auf einem Monitor, auf dem eine Figur eingezeichnet ist, ob man etwas Verdächtiges auf sich trägt. Ob meine Hüftgelenke darauf zu sehen sind weiß ich nicht, auf jeden Fall werde ich nicht weiter abgetastet wie sonst und darf alles einpacken und weiter zum Ausreiseposten gehen.

Auch da geht es super schnell und wir haben den notwendigen Stempel im Pass drin. Der Weg zum Gate E1A ist nicht sehr weit und bald sitzen wir im Warteraum, in dem wir uns aus hunderten von Sitzgelegenheiten zwei aussuchen können, so wenig Leute warten hier.  Das Flugzeug sollte um 14.20 Uhr starten, auf unseren Tickets steht aber bei Boardingtime 13.20 Uhr und so kommt es, dass wir bereits um 14 Uhr startklar sind und abfliegen. Die kleine Turboprop Maschine ist nur etwa halb voll und  so  können wir uns auf je zwei Sitzen verteilen. Bis wir den kleinen Snack, der uns angeboten wird gegessen und die zwei Arrival- und Departures Cards ausgefüllt haben, sind wir schon wieder im Sinkflug und steuern den Flugplatz von Siem Reap an.

 

Ein Bus bringt uns zum Ausgang, wo wir in kurzer Zeit unsere Koffer bekommen und zur Einreisekontrolle gehen. Wir müssen nicht warten  beim Immigrationsschalter und mit ein paar Stempeln auf unserem mitgebrachtem Visum und den Pässen geht’s auch ganz schnell. Bei der Zollkontrolle ist überhaupt niemand.

 

So kommt es, dass wir vor unserem Taxichauffeur vor dem Flughafen sind, wo allerdings schon viele andere auf ihre Fluggäste warten. Alle sind fröhlich und einige zu Späßchen aufgelegt. 

 

Die Fahrt zum Hotel ist eindrücklich. Großenteils durch einen lauschigen Wald werden wir gefahren und noch nichts deutet darauf hin, dass wir bald in einer doch ansehnlichen Stadt unser Hotel Le Meridien beziehen werden.

 

 

Auffallend für uns sind die motorisierten Tuktuks,
die einheitlich aussehen und doch alle individuell gestaltet sind.

 

 

 

 

Anstatt uns am Empfang für die Anmeldung anzustellen, werden wir sofort in eine bequeme Sofagruppe gebeten, werden mit Erfrischungstüchlein und Drink versorgt und ein außerordentlich freundliche junger Mann checkt für uns ein und erklärt uns alles. Wir erklären ihm, dass uns zuerst etwas umsehen möchten, im Garten eine Zigarette rauchen und uns dann melden würden, wenn wir unser Zimmer beziehen möchten.

 

Ausgesprochen gepflegt und ruhig erwartet uns der Innenhof, der wunderschön gestaltet ist mit verzierten Säulen, Elefantenstatuen und Wasserspielen.  Später werden wir zu unserem Zimmer geleitet, von dem wir eine schöne Aussicht auf die andere Seite des Hotel haben, wo der Pool liegt. Heute Abend ist auch für eine grosse Gesellschaft gedeckt worden, die sich wohl am großen Buffet bedienen können.

 

Unser Zimmer ist großzügig, mit Sitzecke, großem TV-Bildschirm, Badezimmer mit Dusche und Badewanne und natürlich Safe und Kühlschrank, auch die Bademäntel fehlen nicht. Nach einer erholsamen Dusche und Umkleiden begeben wir uns zum Dinner und sind gespannt, was uns hier erwartet. Freundlich werden wir hier empfangen und uns werden zwei Tisch für zwei Personen vorgeschlagen, wobei wir uns schnell für den einen entscheiden können. Sofort werden uns die Servietten „weggenommen“, das heisst ins Dreieck gefaltet und auf unsere Knie gelegt. Da merken wir, wie ein kalter Luftstrom unsere Schultern trifft und das so kalt, dass es sehr unangenehm ist. Wir bitten die Bedienung mindestens den Ventilator abzustellen, der sich an der Decke in einem Tempo dreht, als ginge es um sein Leben. Leider fruchtet auch eine weitere Anmerkung unsererseits nichts, der Ventilator läuft weiter. Da bitte ich, dass wir uns an einen anderen Tisch setzen dürfen und ohne mit der Wimper zu zucken über die Mehrarbeit und mit einem sehr freundlichen Lächeln geleitet uns das Personal an den von uns ausgesuchten Tisch in der Nähe.

Unser bestelltes Essen einen Salat mit Feta, Frühlingsrollen mit einer speziellen Sauce und Spaghetti für Hanspeter und einem Seabass mit Kräutern für mich schmeckt sehr gut, nur sind dann insgesamt die Portionen sehr reichlich, so dass wir uns einen Teil der Frühlingsrollen einpacken lassen. Den Abend lassen wir im Innenhof bei einem Kaffee ausklingen. 

Es war ein super butterweicher Tag, ohne irgendwelchen Stress, ohne Warterei, ohne Anstehen, ohne unangenehme Nebengeräusche, einfach nur zum darin baden…..

Steinskulptur im Hotel


Erstellt am: 14.03.2014 - Zuletzt aktualisiert am: 05.12.2014

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