Von Si Chiang Mai nach Nong Khai - ein Ausflug am Mekong entlang

Ein Tempelfest war wieder einmal Anlass für uns, einen Ausflug in die nächste Provinz Nong Khai zu planen. Tempelfeste hatte ich bereits einige miterlebt und ich muss gestehen, dass ich kein großer Freund dieser Veranstaltungen bin. Dennoch freute ich mich darauf, die schöne Gegend am Mekong, zwischen Nong Khai und Si Chiang Mai, zu besuchen. Das Motto des Tages lautete also für mich: der Weg ist das Ziel.

Nach eineinhalb Stunden Fahrt hatten wir den Tempel erreicht. Da das Fest bereits im Gange war, war unterwegs keine Zeit gewesen, irgendwo anzuhalten. Das würde auf dem Rückweg stattfinden.

Wat Tham Si Mongkhon (eine Karte und die Koordinaten für Navi-Geräte haben wir am Ende des Artikels veröffentlicht) liegt mitten in den Hügeln vor dem Mekong, ca. 14 Kilometer vom Fluss entfernt.

Wat Tham Si Mongkhon

 

Am Tempel waren bereits zahlreiche Stationen aufgebaut, um die hungrigen Besucher des Festes mit Essen und Getränken zu verköstigen. Das alles wird mit der Mitarbeit und Unterstützung von freiwilligen Helfern organisiert. Die Speisen und Getränke sind alle kostenlos. "Tam Bun" - heißt übersetzt: Gutes tun und ebnet den Weg in ein späteres gutes Leben.

 

Wat Tham Si Mongkhon

 

 

Nach der ersten Stärkung ging es daran, eine Höhle zu erkunden, deren Eingang sich auf dem Tempelgelände befindet. Wir folgten einer kleinen Prozession von Spendern, die sich mit ihren Spenden auf den Weg zur großen Buddhastatue und dem Eingang zur heiligen Höhle machten.

Wat Tham Si Mongkhon

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wenige Skulpturen standen am Rand des Pfades, der zum Platz des Höhleneingangs führte. Unter anderen auch diese Gruppe von Arbeitern aus der Vergangenheit:

 

Die Teilnehmer der Prozession hatten sich mittlerweile zum gemeinsamen Gruppenbild arrangiert und somit war der Besuch der Höhle erst einmal verschoben worden, denn uns wurde mitgeteilt, dass nur maximal 10 Personen auf einmal in die Höhle geführt werden würden.

 

 

 

 

Nach der Besichtigung der Skulpturen am Höhleneingangsplatz gingen wir also wieder zurück zum Tempelplatz, wo inzwischen eine Gruppe Tempeltänzer sich bereit gemacht hatte, die Besucher des Tempels mit ihrem Tanz zu beeindrucken.

 

   

Vier junge Männer und zwei junge Damen zeigten ihr ganzen Können und ernteten dafür viel Lob der Zuschauer. 

   

 

 

Der Tanz der jungen Männer stand dem der jungen Damen an Grazie nicht nach!

 

 

  

Kleine spontane Spenden aus dem Publikum sorgten für zusätzliche Motivation bei den Tänzern und Tänzerinnen.

 

 

 

Während das tänzerische Treiben von erhöhter Position aus begutachtet wurde und offensichtlich Zustimmung erfuhr,

 

 

 

 

 

 

bemühte man sich am Rande darum, die Internetcommunity mit den neusten Updates vom Tempelfest auf dem laufenden zu halten. 

Nach dieser ganzen Tanzerei waren nicht nur die Tänzer hungrig geworden, sondern auch die Zuschauer strömten an die neu aufgestellten Töpfe und Schüsseln, um sich aus dem großen und bunten Angebot an Gerichten zu bedienen. Ich muss sagen, so eine große Auswahl an sehr gut schmeckenden Thaigerichten hatte ich bislang bei noch keinem Tempelfest gesehen.

 

Gaeng Nomai - Bambuseintopf

 

 

 

 

 

Pak Ruam - gemischtes Gemüse mit Schweinefleisch

 

 

 

 

Gaeng daeng - rotes Curry

 

 

Parb Pla - scharfer Fischsalat mit Kräutern

 

 

 

 

 

Gaeng Om - Eintopf mit Cha Om Gemüse

 

Larb Moo - scharfer Salat mit Schweinefleisch und Kräutern

 

 

 

 

 

 

Gaeng Kiao Wan - grünes Curry mit Huhn

Nach diesem sehr wohlschmeckenden Mahl ging es erneut in Richtung Höhle. Wir fanden uns schnell mit zehn weiteren Besuchern zusammen und wurden vom Höhlenguide die Stufen zum Eingang der Höhle hinab geführt.

 

 

 

Der erste Eindruck ließ erahnen, dass dies eine sehr enge Angelegenheit werden würde. Ob Kopfeinziehen wohl reichen würde, um den Zugang zur Höhle zu meistern?

 

 

 

 

 

 

 

 

So langsam wurde deutlich, dass ich den Spaziergang durch die Höhle wohl nicht mitmachen würde. Für klaustrophobisch veranlagte Menschen nicht geeignet und für ungelenkige, große Farangs auch nicht!

 

 

 

 

 

 

 

Allzu schnell wollte ich aber nicht aufgeben und so schob und zwängte ich mich noch ein gutes Stück weiter in den Höhleneingang hinein,

 

 

 

 

 

 

 

 

um konfrontiert mit dem Anblick der vor mir krabbelnden und sich verrenkenden Besucher den Entschluss zu fassen: ohne mich!

 

 

 

 

 

Schließlich waren die Besucher am anderen Ende der Höhle angelangt und irgendwo aus dem Wald wieder aufgetaucht. Ich hatte offensichtlich nichts verpasst, denn mir wurde berichtet, dass man die Höhle an einigen Stellen nur auf dem Bauch runtschend durchqueren konnte.

Wir machten uns auf den Rückweg, der über Nong Khai führen sollte, um dort noch einige Einkäufe zu erledigen.

 

Die Fahrt führte vorbei an Ananasfeldern,

 

 

 

 

 

an schön angelegten Gärten und hübschen Häusern,

 

 

 

durch eine sehr grüne und üppige Landschaft und Vegetation, die so gar nicht dem typischen Bild des Isan entspricht. Schließlich erreichten wir Wat Hin Mak Peng, einen direkt am Mekong gelegenen Waldtempel.

 

Die nachfolgenden Aufnahmen sollen ohne nähere Beschreibung für sich sprechen. Weitere Informationen über den Tempel haben wir in den Sehenswürdigkeiten auf Udon-News veröffentlicht.

 

  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nach dem Besuch des Waldtempels ging die Fahrt weiter über Si Chiang Mai, wo wir noch einmal anhielten, um Vientianne, Laos Hauptstadt, auf der anderen Uferseite des Mekongs kurz aus der Ferne anzuschauen, bis nach Nong Khai.

 

Erstellt am: 03.11.2014 - Zuletzt aktualisiert am: 02.07.2016

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