Erawan Cave

Die Erawan Höhle zu finden, fällt nicht schwer. Von Udon Thani aus kommend ist die Höhle reichlich ausgeschildert. Man fährt einfach immer die jetzt bis Nongbua Lamphu 4-spurig ausgebaute Straße 210 entlang in Richtung Loei. Ca. 50 km nach Ortsausgang Nongbua Lamphu biegt man rechts ab, und erreicht nach wenigen Minuten den Parkplatz vor der Treppe zur Höhle.

Die Höhle selber befindet sich etwa auf halber Höhe eines in dieser Region häufig zu sehenden Kalksteinhügels, die sich aus der ansonsten flachen Landschaft wie aus dem Nichts plötzlich in die Höhe erstrecken. Um die Höhle besuchen zu können, sollte man mit einigermaßen gesunden Knien und halbwegs guter Kondition ausgestattet sein. 640 Stufen führen zum Höhleneingang, an den Stufen führt kein Weg drum herum, möchte man die Höhle besichtigen. Aber der steile und anstrengende Aufstieg lohnt sich! Die Höhle ist riesig und in ihrer kompletten Länge begehbar.

Entsprechend ihrem Namen - benannt wurde die Höhle nach dem mystischen dreiköpfigen Elefanten - werden Besucher  auch von eben jenem am Fuße der nach Oben führenden Treppe begrüßt.

Erawan Cave - am Fuß der Treppe  Erawab Cave - kurz vor dem Aufstieg

Am dreiköpfigen Riesen vorbei, erkennt man nun, dass auf dem Weg zur Höhle viel Schweiß vergossen werden wird.

Erawan Cave - es geht bergauf

Die sich in Serpentinen den Berg bis zum Höhleneingang windende Treppe, lädt unterwegs immer wieder zum kurzen Ausruhen ein. Kleine Unterstände mit Bänken ausgestattet lassen an schönen Aussichtspunkten den Besucher durchschnaufen und den Ausblick genießen.

Erawan Cave - auf halber Höhe

Erawan Cave - Ausblick

Irgendwann wähnt man sich aber dann am Ziel, wenn freundliche Augen durch die Bäume auf einen herabschauen.

Erawan Cave - kurz vor dem Ziel

Erawan Cave - Buddha begrüßt an der Höhle

Am Höhleneingang angekommen, wird auf den ersten Blick noch nicht wirklich deutlich, welche Ausmaße die Höhle hat.

Erawan Cave - Einblick in die Höhle

Hat man die ersten Meter hinab in die Höhle aber erst einmal bewältigt, eröffnet sich einem langsam, dass das Ende des Weges noch lange nicht erreicht ist.

Erawan Cave - es geht tief hinein

Nach weiteren Metern hinein in die Höhle erreicht man dann diese Treppe, die hinab in eine riesige Halle führt. Die mit dezenten, bunten Lichteffekten beleuchteten Stalagmiten lassen erahnen, wie viel Zeit vergangen sein muss, seit hier die ersten Steinskulpturen begannen aus dem Boden zu wachsen.

Erawan Cave - am Eingang zum großen Saal

Erawan Cave - riesige Stalagmiten

Ein Blick zurück macht deutlich, wie klein man selber, bzw. wie groß die Höhle ist.

Erawan Cave - man fühlt sich klein

Beim Durchqueren der riesigen Halle sollte man nicht nur auf den Boden achten, sonst kann es leicht passieren, dass man viele Nischen, in denen teilweise skuril gewachsenen Skulpturen stehen, nicht wahrnimmt.

Erawan Cave - in den Nischen stecken die Details

Erawan Cave - wie alt mögen diese Skulpturen sein

Immer tiefer geht es hinein in die Höhle und man fängt an sich zu fragen, ob es am Ende angelangt vielleicht einen alternativen Weg nach unten geben könnte. Insgesamt 840 Stufen hat man schließlich überwunden, wenn man das Ende der Höhle erreicht hat. Aber bis dahin ist es von hier aus noch ein steiler Weg!

Erawan Cave - weitere Stufen führen durch die Höhle

Nach weiteren Stufen, teilweise gebückter Ganghaltung und vielen kleinen Steinhaufen, die von Besuchern aus den Steinen der Höhle aufgehäuft wurden um als Glückssymbol zu dienen, erreicht man schließlich diese steile Treppe. Das Licht weit oben deutet an, dass dort ein weiterer Höhlenzugang sein muss.

Erawan Cave - die letzte Treppe

Wer sich diese wirklich mörderisch steilen Stufen nun nach oben gearbeitet hat, um von dort aus einen vielleicht abgekürzten Abstieg zurück zum Ausgangspunkt in Angriff nehmen zu können, der wird oben angekommen enttäuscht werden. Alle anderen lassen sich vom fantastischen Ausblick begeistern und machen sich zunächst einmal wenig Gedanken über den Rückweg.

Erawan Cave - Ausblick am Ende der Höhle

Erawan Cave - auf einer kleinen Plattform

Nachdem man den Ausblick in sich verinnerlicht hat, spürt man nun, am Anfang vom Rückweg, das erste Brennen in den Oberschenkeln. 200 Stufen zurück durch die Höhle, teilweise bergauf, teilweise bergab, danach noch einmal 640 Stufen, immer bergab, da führt nichts dran vorbei!

Erawan Cave - der Anfang vom Rückweg

Aber trotz aller Anstrengung und einsetzender Erschöpfung, gibt es auch auf dem Rückweg viel zu entdecken - wie diese kleine Pflanze, die aus der steinigen Höhlenwand zu wachsen scheint.

Erawan Cave - kleine Entdeckungen

Der Weg, der auf dem Weg hinein in die Höhle bergab geführt hatte, führt nun leider bergauf!

Erawan Cave - auf halber Strecke zurück

Durchgeschwitzt, bis auf die letzten 20 Baht-Noten im Portemonnaie, ist der Eingang zur Höhle dann irgendwann erreicht.

Erawan Cave - Licht in Sicht

Angesichts der Erschöpfung, des literweise vergossenen Schweißes und des Brennens in den Beinen gelangt der Höhlenbesucher nun zu ganz neuen Interpretationen, was das Lächeln des Buddhas anbelangt.

Erawan Cave - das Lächeln Buddhas

Keine Müdigkeit kann aber den Blick in die Ferne verhindern, wo die aus dem flachen Boden wachsenden Hügel und Berge dieser Gegend zu einen besonderen Charakter verhelfen.

Erawan Cave - Ausblick auf dem Rückweg

Nach dem letzten Treppenabsatz dann noch ein kleines Bonbon, nach dessen Genuss auch die letzten Fasern in den Waden und Schenkeln sich nach Erholung sehnen.

Erawan Cave - die letzten Stufen

Trotz der Strapaze und Kletterei, oder vielleicht auch ein wenig gerade deswegen, war der Besuch der Erawan Höhle ein absolutes Highlight - unbedingt zu empfehlen, für Besucher der Region!

Erstellt am: 25.05.2012 - Zuletzt aktualisiert am: 23.03.2017

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Leserkommentare zu diesem Artikel

Am 01.07.2014 - 16:13 schrieb Gast
Wir haben uns Ende Mai 2014 die Strapazen des schweißtreibenden Aufstiegs angetan. Es war ein wunderbarer, wenn auch sehr anstrengeder Ausflug, den wir aber auf keinen Fall in unserem Thailandurlaub missen möchten. Etwas Zeit, 1 Flasche Wasser und man erlebt die beeindruckende Natur um sich herum. Fast keine Leute die einem den Ausblick oder die Ruhe für den Aufstieg nehmen. Oben angekommen wird man überwältigt von der großen goldenen Buddhastatue, dann hinab in die Höhle. Und bitte auf keinen Fall unten in der Höhle über den Rundweg die Abkürzung zurücknehmen!!! Der weitere Aufstieg zum Ende der Höhle ist wirklich lohnenswert. Der Ausblick von hier entschädigt für alles. Hier eine kleine Pause einlegen und dann langsam den Rückweg antreten. Das ist zu schaffen und später wird dieser Ausflug lange in Erinnerung bleiben-vielleicht wegen der Strapazen (schwitzen reinigt die Poren), die wir hier auf uns genommen haben. Nicht alle Ausflüge sind per Autostop, raus, Foto machen, einsteigen, weiterfahren möglich. Und das ist auch gut so. Viel "Sanuk" beim Selbsterleben.
Am 28.10.2013 - 12:23 schrieb Gast
auch bei nicht so schoenem wetter .... ein toller ausflug
Re: Erawan Cave

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