Endlich wieder angeln!

Während der vergangenen Wochen boten sich für mich nicht wirklich viele Gelegenheiten, einen Tag so einzuplanen, dass ich mich gemütlich am präferierten See niedersetzen hätte können, um dem geliebten Hobby in Ruhe nachzugehen.Es war eine sehr regenreiche Regenzeit in Thailand und auch in Udon Thani, einer der vom Regen in der Regel eher nicht so intensiv heimgesuchten Regionen Thailands, regnete es über Tage und Wochen hinweg quasi pausenlos.

An regenfreien oder-armen Tagen hat man da natürlich zunächst mit Dingen zu tun, die erst einmal Priorität besitzen - aber irgendwann war es dann "Gott  sei Dank" endlich wieder soweit - Angeln war angesagt!

Eine neue Multirolle - montiert auf einer neuen Rute, sollten mich an meinem ersten Tag nach der Regenpause zum See begleiten. Toastbrot, etwas Bacon und eine verschimmelte Futtermischung waren auch noch mit im Gepäck - für einen Tag am See allemal genug, um damit auch eine realistische Chance auf einen guten Fang zu haben. Luckana Lake beheimatet so viele Spezies, dass es schwerfallen müsste, nicht eine davon für das mitgeschleppte Futter zu interessieren. Wenn sie denn überhaupt in Futterlaune sind.

Zunächst schien alles danach auszusehen, als hätten sich die Fische im See nach den Regenfällen, und der nun vom Himmel brennenden Sonne dazu entschieden, sich auf den Grund des Sees zu verkriechen, um dort in Ruhe abzuwarten, bis sich die Sonne wieder hinter irgendwelchen Wolken verziehen würde. Zu glatt und regungslos schien der See, dessen Oberfläche sonst durch die gar nicht so kleinen im See lebenden Monster ständig aufgewühlt wurde.

Ich packte also meine beiden Ruten - eine auf Grund mit Speck und etwas Blei, die andere mit einer Pose und etwas Brot ins Wasser - und mich in einen der am See stehenden Unterstände und wartete der Dinge, die da nun vielleicht passieren würden. Das mit Wasser angemischt schimmelige Futter schien auch keine Besucher anzulocken, also hieß es nun abzuwarten - und die Seele baumeln zu lassen.

Das Gekreische der Knatter meiner neuen Multirolle verursachte beinahe einen Herzinfarkt bei mir, als sich die Spule der Shimano begann abzudrehen. Die Geschwindigkeit, mit der sich der Fisch den Speck am Haken geschnappt hatte und damit auf der Flucht war, war schon vielsagend: jedenfalls machte der Bursche einen Sprint von ca. 30 Metern, bevor ich ihm den ersten Widerstand entgegen bringen konnte. Heftige Gegenwehr, schnelle Aufgabe und danach Schutzsuchen im Ufer, das konnte eigentlich nur ein Pacu sein. Schnell hatte ich ihn auch wieder vom schützenden Ufer weg, so dass ich seinen letzten Widerstand nun brechen konnte. Nun ließ er sich an mein Ufer ziehen. Immerhin, kein Baby, sondern mit knapp 10 kg eher ein stattlicher Vertreter seiner Gattung und ein für mich sehr erfreulicher Fang, der nach einem schnellen Foto genauso schnell wieder in seinem Wasserbett verschwand!

Pacu Luckana Lake Thailand

Erstellt am: 27.10.2011 - Zuletzt aktualisiert am: 19.10.2013

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Leserkommentare zu diesem Artikel

Am 16.02.2012 - 17:42 schrieb Gast
Pla schalamet, ist fuer mich einer der Schmackhafsten Fische
hab welche im See mit ueber 10 Kg aber sehr Kraeftiger Fisch
und ein Grosser Raubfisch hat Zaehne wie ein kleinkind .
Ist schon ein Prachtexemplar was du da an der Angel Hatest.
Ich Fische auch sehr gerne , aber nur so viel was wir auch essen.
Fg

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