Ein Fisch kann den Tag retten..

Eigentlich wollte ich nur meine neu erworbene Angelrolle einmal ausprobieren, eine kleine Multirolle von Shimano, als wir uns am Privatteich niederließen. Meine Erfahrungen in den Seen bei Cha Am, Bangkok und Pattaya hatten mich, und vor allem meine Stationärrollen an die Grenzen geführt, als es darum ging, den Köder mehr als 40 Meter weit in den See zu werfen. Die Angler mit den kleineren Multirollen waren da klar im Vorteil. Mit recht wenig Schwung und Krafteinsatz flog die Futterkugel immer deutlich weiter und gezielter in die gewünschte Richtung, als meine, die beim Werfen mit der Stationärrolle oftmals durch die stärker benötigte Beschleunigung beim Abwurf auseinanderfiel.

Die ersten Versuche verliefen nicht gerade psoitiv. Ich hatte einige Perücken zu entwirren bevor es mir endlich gelang, die Bremsen der Rolle richtig auf das Gewicht an der Schnur zu justieren. Als ich die richtige Kombination der unterschiedlichen Bremsen herausgefunden hatte, war ich allerdings zufrieden. Einmal nun am Teich, ließen wir nun also jeweils eine Grundrute mit einem Stück Speck, bzw. einem kleinen Tapian neben uns liegen. Außerdem jeweils eine Rute mit Pose und etwas Brot. Der Tag verlief selten erfolglos. Mein Angelpartner fing einen Nin und ich hatte über Stunden nicht einmal ein Zuppeln an der Schnur. Wir unterhielten uns über erfolglos am See verbrachte Tage und ich sagte noch, dass so ein Tag nie zu Ende ist bevor nicht die letzte Rute eingeholt ist, als sich der Tag zum Positiven wandte.

Am Horizont hatten sich dicke schwarze Wolken zusammengezogen - es war also ein Gewitter im Anmarsch und das Leuchten der Blitze in den Wolken deutete uns das Ende des Angeltages an. Ich hatte gerade eine halbe Scheibe Farmhouse Toastbrot um die Hakenschnur und den Haken gewickelt, wollte es noch einmal versuchen - meinte auch einen Karpfen an der Wasseroberfläche links von mir rollen gesehen zu haben. Ich warf also den Köder ein letztes Mal aus und wollte mich gerade daran machen meine Utensilien zusammen zu packen, als die Pose verschwand und ich gerade noch die Rute greifen konnte, da ging der Fisch auch schon ab. Die Bremse meiner kleinen Stationärrolle kreischte, der Fisch zog quer über den Teich und ich hielt vorsichtig dagegen. An einem komplett erfolglosen Tag den einzigen guten Fisch zu verlieren, würde den Tag unvergessen machen - in negativer Hinsicht!

Wir fingen an zu spekulieren, was da wacker im Teich vor uns kämpfte, und nun das Ufer als Schutz vor dem Haken und der daran zerrenden Schnur suchte. Ich dachte an einen Rotschwanzwels, allerdings geben die Burschen nach einem schnellen Sprint meist recht schnell auf, was der Kamerad vor uns nun gar nicht vorhatte. Etwas später zeigte sich der Gegner an der Oberfläche - ein Caho, ein Siamesischer Riesenkarpfen. Nach insgesamt 15 Minuten hatte ich ihn im Käscher und wir durften uns über einen neuen Teichrekord für Cahos freuen. Ein wunderschöner Fisch, der nun wieder schwimmt und wächst...8,45 kg - nächstes Jahr wird die 10 kg-Marke wohl erreicht werden.

Siamesischer Riesenkarpfen - Pla Caho - Udon thani - Thailand

Erstellt am: 10.09.2011 - Zuletzt aktualisiert am: 19.10.2013

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