Die alte Königsstadt Luang Prabang in Laos

Unser Aufenthalt in Vang Vieng war nur ein Zwischenstopp auf dem Weg nach Luang Prabang im Norden von Laos. Nach dem doch sehr volksnahen Erlebnis mit dem örtlichen Bus haben wir uns diesmal am Abend vorher Tickets für den VIP-Bus nach Luang Prabang gekauft.

Udon-News bedankt sich bei "Maithai", Mitglied des Udon-News Forums, für den sehr schönen nachfolgenden Bericht!

Für 95.000 Kip (ca. 380 Baht) sollte es dann um 10 Uhr vom Busbahnhof losgehen. Erfreulicherweise war ein Abholservice vom Hotel mit inbegriffen.

Das war er nun! Unser VIP-Bus. Nicht ganz mein Alter - aber..... Netterweise war er fast komplett mit Folie beklebt, so dass uns der Anblick des Rostes und der Löcher erspart blieb. Aber gefahren ist er - schön schwankend wie bei hohem Seegang! Abfahrt so etwa einiges nach 11 Uhr! Das ist normal!

185 km auf der Nationalstraße 13 von Vang Vieng nach Luang Prabang quer durch das laotische Hochland. Von Berg zu Berg - ca. 7 Stunden lang - ohne Leitplanken ständig nahe am Abgrund.

So jede 1,5 Stunden dann ein einsamer Stopp an einer Pausenstation. Mit Verkaufsstand und " Toilettenanlage ". Pro Person 2.000 Kip. Aber abgesehen davon eine tolle, aufregende Fahrt durch Berge und Hochland. Das gesamte Leben dort spielt sich längs der Straße ab. Kilometerlang, eine Hütte - Haus am andern, keine Querstraßen, die Hütten vorn am Straßenrand aufgesetzt und dann nach hinten am Abgrund notdürftig abgestützt. Fragt da mal einen Statiker! Ich könnte da nicht schlafen. Leider waren durch die beklebten und verschmierten Scheiben keine Fotos möglich. Irgendwann bei 7 Stunden Fahrtzeit wird es dann langweiliger und die Adrenalinschübe weniger, auch der Angstschweiß trocknet.

Pünktlich zum Eintritt der Dunkelheit dann die Ankunft in Luang Prabang. Gut organisiert! Am Busbahnhof warten schon Sammel-Tuk-Tuks und bringen die Farangs zu ihren Hotels. Person 20.000 Kip (ca. 80 Baht).

Am nächsten Morgen erstmal Frühstück in unserem kleinen Hotel direkt am Mekong. Zentral gelegen, so dass die ganze Stadt zu Fuß erkundet werden konnte.

Luang Prabang ist eigentlich ein beschauliches Städtchen mit ca. 47.000 Einwohnern. Es ist aber auch die historische Hauptstadt des alten Königreiches Lan Xang und war Verwaltungssitz des französischen Protektorats. 1995 wurde es als Weltkulturerbe der UNESCO anerkannt.

Was hier verblüfft, ist die starke Präsenz französischen Lebensgefühls. Wunderschöne Kolonialarchitektur, liebevoll und authentisch wieder aufgebaut und restauriert, Straßencafés, offene Restaurants - ich kam aus dem Staunen nicht mehr heraus.

Fast jedes Haus ein Gästehaus oder Cafee in der historischen Altstadt. Eines schöner als das Andere. Da kann Udon Thani leider nicht mithalten!

Aber die wahren Schätze von Luang Prabang sind die prachtvollen Tempel. Die alten, laotischen Tempel unterscheiden sich durch ihre weit heruntergezogenen Dächer sehr stark von den thailändischen.

Das ist der Wat Xieng Thong (Temple of the golden City). Der älteste Tempel, der noch im Originalzustand erhalten ist.

Schon der Eingang ist eine Pracht.

Der Wahrsagebereich im Innern. Anders wie bei thailändischen Tempeln ist das Innere meist in dunklen Farben gehalten und recht spärlich beleuchtet. Wir empfinden hier eine starke, spirituelle Atmosphäre.

Der Aufgang zu dem mitten in der Stadt gelegenen Mount Phou Si, über 328 Stufen.

Oben dann ein kleiner Chedi und ein Rundumblick auf die Stadt und den Mekong. Tolle Sonnenuntergänge soll es hier geben - leider immer gekoppelt mit Mengen an Touristen.

Unmengen von Tempeln - einer eindrucksvoller wie der Andere!

Die Pagode Haw Phra Bang. Hier wird der Namensgeber der Stadt, die Buddha Statue namens Luang Prabang aus dem Khmer-Reich aufbewahrt.

Abends alles festlich beleuchtet. Die Menge an Touristen hielt sich doch sehr in Grenzen - vorhanden - aber nicht zu viele. VORSICHT an chinesischen Feiertagen wie Neujahr - dann fallen Millionen Chinesen hier ein!

Abends ist der Nachtmarkt ein absolutes Muss! Kunsthandwerk, Stoffe, Schmuck und Antiquitäten - teilweise sehr schön - teilweise Tourikram - und teilweise extrem überteuert. Bis über 70% herunterhandeln ist notwendig!

Für das Abendessen findet man viele schöne Restaurants, teils mit französischem Flair, mit internationalen Speisekarten und moderaten Preisen.

Zum Abschluss noch dieses Foto. Wir fanden den Farbkontrast so toll -- die orangenen Mönche mit der violetten Bougainvillea!

Zurück haben wir uns für die Lao Airlines entschieden, die uns vom neugebauten internationalen Airport in 30 Minuten nach Vientiane flog. Mit einem neuen Airbus A 320 - mit grünen Ledersitzen. Nochmal 2 Tage Busfahrt wollten wir uns ersparen - einmal war toll und auch genug!

Über die Brücke, zum Auto und ab nach Hause. Uns hat es sehr gut gefallen! Muss man doch mal gesehen haben, wo es doch von Udon Thani gar nicht so weit weg ist. Los - macht es nach! Tut was für die Kultur!

Erstellt am: 04.01.2014 - Zuletzt aktualisiert am: 05.01.2014

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